Advent (lat. adventus „Ankunft"), eigentlich Adventus Domini (lat. „Ankunft des Herrn") bezeichnet die Jahreszeit der Vorbereitung auf das Hochfest der Geburt von Jesus von Nazaret, Weihnachten. Zugleich erinnert der Advent daran, dass Christen das zweite Kommen Jesu Christi erwarten sollen.
Mit dem ersten Adventssonntag beginnt auch das neue Kirchenjahr. Früher war der Advent eine zweite Fastenzeit, die am Martinstag (11.11.) begann und Weihnachten endete. Erst im 16. Jahrhundert wurde unter Papst Pius V. die jetzige Adventszeit für die ganze Kirche festgelegt.
An jedem ersten Advent findet in Brakel der Chilebasar statt. Hier verkaufen die Kommunionkinder aller Gemeinden selbstgebastelte Dinge und spenden das Geld Schwester Karoline, die sich in Chile und Bolivien um die Menschen in den Slums kümmert. So wollen die Kinder zeigen, dass alle Menschen der Erde zusammen gehören und daher zusammen halten und füreinander einstehen müssen. Sie wollen selbst ein Licht anzünden für andere.
Licht ist ein wichtiges Symbol im Advent, dem wir immer wieder begegnen:
Da ist zunächst einmal der Adventskranz. Er geht auf den evangelischen Pfarrer Johann Heinrich Wiechern zurück, der das Rauhe Haus (ein Waisenhaus) in Hamburg gründete. Ursprünglich bestand er aus einem Kranz mit 24 Kerzen, wobei täglich eine Kerze mehr angezündet wurde.
Die einzelnen Teile des Adventskranzes haben jedes für sich ihre Bedeutung: So wie Jesus ohne Anfang und Ende ist, ist auch der Kranz ohne Anfang und Ende. Die immergrünen Zweige deuten mitten im Dunkel auf neues Leben hin. Die Kerzen weisen auf Jesus hin, der das Leben der Menschen hell macht und von sich selbst sagte: „Ich bin das Licht der Welt." Die Farbe Rot ist ein Zeichen dafür, dass Jesus sein Blut für die Menschen vergossen hat. Daher sind traditionell viele Kerzen und Schleifen am Adventskranz rot. Sie können aber auch violett sein. Die Farbe violett entsteht, wenn man das Rot (Farbe der Liebe) mit Blau mischt und es so verdunkelt. Es ist die Farbe der Umkehr, die Erinnerung daran, dass Menschen füreinander da sein sollen.
Auch die Wurzel ist ein wichtiges Symbol der Adventszeit. Sie wird oft statt eines Kranzes benutzt und erinnert an die „Wurzel Jesse" wie der Stammbaum Jesu genannt wird. In dem Wurzelwerk sitzt Jesse, der Vater Davids. Entsprechend der alttestamentlichen Vision des Propheten Jesaja (Jes 11,1-10) wird aus dem Reis, das aus der Wurzel Isais = Jesse aufgehen wird, der Messias erwachsen. Sie wird ebenso wie der Kranz durch grüne Zweige, Kerzen und Band geschmückt (s.o.).
Vor etwa 100 Jahren (1908) wurde der erste Adventskalender gedruckt und verkauft. Der Geschichte nach geht er darauf zurück, dass Gerhard Lang es nicht mehr aushielt bis es endlich Weihnachten wurde. Deshalb bastelte ihm seine Mutter einen Kalender mit Nummern und Lebkuchen, von denen er sich täglich einen abschneiden konnte. Als Erwachsener erinnerte er sich daran und erfand den ersten gedruckten Adventskalender. Heute gibt es neben den Kalendern mit religiösen Inhalten (z. B. „Essener Adventskalender") und Geschichten Kalender mit Süßigkeiten und Spielsachen. Sie sind vor allem für die Kinder gedacht.
In manchen Orten gibt es auch einen lebendigen Kalender, d. h. an jedem Tag oder doch zumindest an jedem Sonntag schmückt eine andere Familie oder Einrichtung ein Fenster als Kläppchen des Adventskalenders. Dies ist auch in einigen Orten unseres Pastoralverbundes der Fall: In Bökendorf wird an jedem Adventssonntag ein neues Kläppchen geöffnet und in Brakel täglich. Jeder ist herzlich willkommen mit dabei zu sein – als Ausrichter und als Besucher. In der Regel werden dann Geschichten erzählt, es wird gesungen, gegessen (Plätzchen) und getrunken. Die aktuellen Termine finden Sie in der Zeitung, im Pfarrbrief, auf einem Flyer oder im Kinderpfarrbrief.

Desweiteren finden in vielen Orten unseres Pastoralen Raumes Früh- oder Spätschichten statt. Das sind entweder besonders früh am Morgen oder spät am Abend stattfindende Gottesdienste, die oft mit einem anschließenden Frühstück oder gemeinsamen Tagesausklang verbunden sind. Die genauen termine und Zeiten können Sie den Pfarrbriefen entnehmen.