Das Fest der Heiligen Drei Könige feiern wir am 6. Januar. Es wird auch Epiphanias oder Erscheinung des Herrn genannt. An diesem Tag wird daran gedacht wie die Weisen aus dem Morgenland Jesus huldigten, aber auch, dass Jesus zu den Armen, zu den Juden, gleichzeitig jedoch zu den Reichen und den Fremden in die Welt kam. Erst 300 nach Christus begann man von den drei Weisen zu sprechen, vorher waren es einfach die Weisen bzw. die Sterndeuter. Der Grund für die Zahl drei war, dass in der Bibel drei Gaben erwähnt werden (s. Weihnachten). Ab ca. 600 nach Christus sprach man von den Weisen als von den Königen. Ursache dafür waren auch hier die überaus kostbaren Geschenke. Jetzt bekamen die Weisen Namen. Nach ihrem Tod wurden ihre Gebeine zuerst nach Konstantinopel und dann nach Mailand gebracht. Allerdings weiß niemand, ob es sich wirklich um ihre Gebeine handelt. Ca. 1100 nach Christus wurden die Gebeine dann von Bischof Rainald von Dassel, der gleichzeitig Kanzler des deutschen Reiches war, nach Köln gebracht, wo sie nun in einem goldenen Schrein im Dom verehrt werden. Für die Ostchristen (orthodoxe Christen) bildet das Fest Epiphanias das Weihnachtsfest, wobei nicht das Kind in der Krippe im Mittelpunkt steht, sondern Jesus, der sich taufen lässt und dann seine öffentliche Wirksamkeit beginnt. Die katholischen Christen feiern die Taufe Jesu am Sonntag nach Drei Könige.
Mit dem Fest der Heiligen Drei Könige ist traditionell verbunden, dass als Sternsinger verkleidete Kinder von Haus zu Haus gehen und Gaben für ein Projekt in einem Entwicklungsland sammeln. Es ist die größte Aktion von Kindern für Kinder. Diese singen an jedem Haus und schreiben C + M + B sowie das Jahr an die Haustüren. Es ist ein lateinischer Segensspruch. Er bedeutet „Christus Mansionem Benedicat" (Christus möge das Haus segnen). Gleichzeitig sind es die Anfangsbuchstaben der heiligen drei Könige (Caspar, Melchior und Balthasar).
Heute endet die Weihnachtszeit am Fest der Heiligen Drei Könige, früher ging sie bis zum Fest Maria Lichtmess.
Auch in den Gemeinden unseres Pastoralen Raumes gehen – oft nach einem Familiengottesdienst - Kinder als Sternsinger verkleidet von Haus zu Haus. Teilweise sollte man sich – da es nicht mehr genug Sternsinger gibt – in eine Liste eintragen, wenn man in jedem Fall besucht werden möchte. Genauere Informationen entnehmen Sie bitte den Pfarrbriefen bzw. dem Kinderpfarrbrief sowie den Zeitungen.