Jakobus ist ein Heiligengedenktag, der am 25. Juli begangen wird. Jakobus der Ältere war zusammen mit seinem Bruder Johannes einer der ersten Jünger, einer der 12 Apostel Jesu. Jakobus und Johannes erhalten von Jesus wegen ihrer ungestümen Wesensart den aramäischen Beinamen Boanerges, was Donnersöhne bedeutet. Nach der Auferstehung befindet sich Jakobus mit den anderen Aposteln in Jerusalem und wurde während der Herrschaft des Herodes Agrippa I. über ganz Judäa (41-44 n. Chr.) mit dem Schwert hingerichtet. Nach einer für den Jakobuskult in Santiago de Compostela grundlegenden Legende übergaben seine Jünger den Leichnam des Apostels nach der Enthauptung einem Schiff ohne Besatzung, das später in Galicien im Nordwesten Spaniens anlandete. Helfer setzten ihn weiter im Landesinneren bei. Dann geriet das Grab in Vergessenheit. Nach der Wiederentdeckung im 9. Jahrhundert wurde darüber eine Kapelle, später eine Kirche und schließlich die Kathedrale errichtet, um die herum sich der Pilgerort Santiago de Compostela entwickelte und zu der die Jakobswege führen. Einer dieser Jakobswege führt auch durch unseren Pastoralen Raum – durch Hainhausen bei Bökendorf und Brakel, wo man in der Pfarrkirche St. Michael, im Pfarrbüro oder in der Brede einen Pilgerstempel (von der Gemeinde St. Michael, Brakel) bekommen kann. Pilger finden hier in der Brede auch eine Übernachtungsmöglichkeit. Einmal jährlich findet am Pilgerkreuz in Hainhausen ein Gottesdienst statt. Dort ist auch ein Pilgerstempel (von der Gemeinde St. Joh. Nepomuk, Bökendorf) sowie ein Pilgerbuch deponiert.

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Pilgerkreuz am Jakobsweg in Bökendorf-Hainhausen