Johannes Nepomuk ist ein Heiligengedenktag, der im deutschen Sprachgebiet am 16. Mai begangen wird. Er wurde um 1345 in Pomuk bei Pilsen, heute Nepomuk bei Plzen in Tschechien geboren und starb am 20. März 1393 in der Moldau in Prag in Tschechien. 1380 Wurde er zum Priester geweiht und Pfarrer an der Kirche St. Gallus in Prag, wo er sich besonders um deutschstämmige Kaufleute kümmerte. 1381 legte er sein erstes juritisches Examen ab, studierte dann kanonisches Recht in Padua und promovierte darin 1387 zum Doktor. Sein energisches Auftreten für die Rechte der Kirche gegenüber dem König und seine Predigten machten ihn beim Volk berühmt und dem König lästig. Die Überlieferung berichtet, dass die Königin Johannes zu ihrem Beichtvater wählte. Wenzel wollte nun Johannes zwingen, das Beichtgeheimnis zu brechen, aber der weigerte sich, wurde deshalb gefoltert und in die Moldau geworfen. Durch ein Wunder - nach der einen Version trocknete die Moldau aus, so dass man seine Leiche fand, nach einer anderen Version hatte die Königin eine Erscheinung von fünf Sternen, die den Fundort offenbarten - wurde der Tote geborgen und beigesetzt. Eine Marmorplatte an der Karlsbrücke zeigt heute den angeblichen Fundort.
Johannes Nepomuk ist Patron der Pfarrkirche in Bökendorf. Jedes Jahr im Mai wird das Patrozinium mit einer eucharistischen Prozession rund um das Dorf gefeiert. 

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Statue des Hl. Johannes Nepomuk in der Pfarrkirche Bökendorf