Zum Schloß Bökerhof gehört eine weitläufige Gartenanlage, die in Resten erhalten ist und begangen werden kann. In west-östlicher Richtung befand sich eine weitgestreckte achsiale Baumallee mit einer Länge von insgesamt 2.100 Metern, an deren Ende Kreuze errichtet sind. Erhalten ist die Lindenallee im Westen mit einem von den Eltern der sog. Großen Generation gestifteten Kreuzweg und dem im Jahre 1799 errichteten "Weißen Kreuz" am Ende der Allee. Der Ostteil der Achse ist noch durch die Zufahrtsallee zum Schloß angedeutet. Im Hasenholz bei der Freilichtbühne steht das Kreuz am östlichen Ende. Die Entfernungen von den beiden Kreuzen zum Schloss betragen 2/3 im Westen und 1/3 im Osten. Diese sog. „Dreifaltigkeitsachse" ist einmalig und man hat so damals das Haus und seine Bewohner unter dem „Heil des Kreuzes" gestellt.

Weiße Kreuz

Am Schnittpunkt zwischen der Ost-West-Achse und dem Laubengang beginnt der Kreuzweg. Er gehört zum gesamten Landschaftsparkensemble des Bökerhofes und ist somit Teil eines einzigartigen garten- und landschaftsgestalterischen Kunstwerks. Es eröffnet sich ein romantischer Blick auf die Rückseite des Bökerhofs, den schon Annette von Droste-Hülshoff im Jahre 1820 in einem Aquarell festgehalten hat.

Leute im LämmerkampP1100410-kl

Besuchen Sie doch einmal (z.B. beim Sonntagsspaziergang) die Kreuzweg-Allee und betrachten Sie die einzelnen Stationen ganz bewusst. Einige Reliefs sind noch relativ gut erhalten, einige sind bereits ganz verschwunden.

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Traditionell wird jedes Jahr am Karfreitag von Gläubigen der Kirchengemeinden Bellersen und Bökendorf eine Karfreitags-Prozession im Lämmerkamp begangen. Dabei wird seit 2010 ein kleines Holzkreuz mitgenommen, dass von Station zu Station von wechselnden Trägern aus beiden Gemeinden getragen wird.

Am Weißen KreuzP1100414-kl