Liebe Schwestern und Brüder,

sicherlich gibt es auch in unserem Leben Felsbrocken, die wir nicht aus eigener Kraft wegrollen können. Maria hätte den Stein niemals vom Grab rollen können.

Es gibt Situationen im Leben, da sind wir einfach machtlos, da sind uns Grenzen gesetzt. Wenn einer unheilbar erkrankt ist, dann nutzt alle Hoffnung am Ende nichts. Wenn eine Beziehung radikal zerstört ist, wenn da zwei Menschen respektlos miteinander abgeschlossen haben, dann kann man sich den Kopf einrennen, aber es passiert nichts, wenn die andere Seite nicht will.

Und an der Tatsache, dass wir Menschen am Ende sterben werden, können wir mit allem Optimismus nichts ändern.

Aber, und das ist die zentrale Botschaft von Ostern: Gott hat den Stein vom Grab bereits weggerollt. Das Grab ist offen und leer! Weil Gott mit uns Menschen nicht einfach abgeschlossen hat, trotz vieler Rückschläge und Enttäuschungen im Lauf der Heilsgeschichte; weil er in Jesus Christus selbst Mensch geworden ist, sich hineinbegeben hat in all das menschliche Elend und sogar Leiden und Tod auf sich genommen hat; weil er im buchstäblichen Sinn des Wortes in das Grab hineingegangen ist, deshalb gibt es für uns Hoffnung! Seit Ostern gibt es keine wirklich aussichtslose Situation mehr, nichts, wo nicht neue Hoffnung aufbrechen könnte.

Es gibt keine Hoffnungslosigkeit mehr, keine Mauern, die nicht aufbrechen könnten. Das ist Ostern! Halleluja!

Liebe Schwestern und Brüder, auf der Titelseite sehen Sie ein Bild des berühmten Barockmalers Johann Georg Rudolphi. Er gilt als bedeutendster Barockmaler des Paderborner Landes. Am 30. April begehen wir seinen 325. Todestag.

Zu seinen größten und bekanntesten Werken zählen die Orgelflügel in der Pfarrkirche St. Michael in Brakel. Für die Fasten- und Adventszeit in Schwarz-Weiß und für die Festzeiten in Farbe.

Auf unserem diesjährigen Osterzettel habe ich folgendes Gebet abgedruckt:

 

Herr, erfülle uns mit deiner Kraft,

dass wir in Gelassenheit ertragen,

was du uns zumutest und auferlegst.

Herr, erfülle uns mit deiner Barmherzigkeit,

damit wir sie denen schenken,

die verfolgt und rechtlos sind.

Herr, schenke uns deine Gnade,

dass wir mit deiner Hilfe dir und den Menschen

dienen und immer den Weg zu dir finden.

Herr, begleite uns alle Tage mit deinem Segen.

Dazu segne uns der barmherzige Gott,

der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.

(nach Heinz Pangels)

 

Am Weißen Sonntag und am darauffolgenden Sonntag gehen in den Gemeinden unseres Pastoralen Raumes insgesamt 62 Kinder zum ersten Mal zum Tisch des Herrn.

In der Schule, den Tischgruppen und den Weggottesdiensten sind die Kinder gut auf diesen feierlichen Tag vorbereitet worden.

Ein herzliches Dankeschön an unsere Gemeindereferentin Yvonne Engemann, den Lehrerinnen und Lehrern, den Eltern und allen, die unsere Kinder auf diesen schönen Tag vorbereitet haben.

Liebe Schwestern und Brüder, im Namen des ganzen Pastoralteams wünsche ich Ihnen und Ihren Familien von ganzem Herzen die Freude des auferstandenen Herrn,

Herzliche Grüße,

Ihr W. Koch