Liebe Schwestern und Brüder,

die österliche Bußzeit gilt auch als Zeit des Nachdenkens und des Auftankens. In diesen Wochen laden wir Sie ganz besonders zu den Kreuzwegandachten und den Meditationsabenden ein.

Die Stunden der Meditation und des Gebetes können uns hinführen zu der Quelle, an der wir neues Leben empfangen. Wir kennen wohl alle die Gefahr, unser Verlangen nach Leben dort zu stillen, wo es uns auf die Dauer nicht genügt oder nicht mehr schmeckt. Es gibt sogar Wasser, das verdorben ist und uns verdirbt. Darauf zu verzichten, kann und soll frei machen für die Quelle, aus der das Leben kommt, das hinüberströmt in ewiges Leben. Die Meditation und das Gebet schaffen Raum und Zeit für die Begegnung mit Jesus, der zu uns spricht und uns tränkt mit Glaube, Hoffnung und Liebe.

In der Feier der Eucharistie, in die wir uns vom Wort hineinführen lassen, hören wir das „Ich bin es“ Jesu auf eine einzigartige Weise. Wir denken daran, wie Jesus Brot und Wein nahm und es den Jüngern reichte mit dem Wort: Nehmt, esst und trinkt, ich bin es für euch. Wir bitten darum, dass wir durch Teilhabe an Jesus Leib und Blut neu seinen Geist in uns empfangen. Dieser ist das lebendige Wasser, der unerschöpfliche Quell der Liebe Gottes. Wenn wir uns ihm öffnen und aus eigener Inspiration zur Gabe an Gott und aneinander werden, dann sind wir die Anbeter, die Gott sucht. Und wir erfahren uns als Menschen, die zwar durstig sind und durstig bleiben, die aber zugleich schon hier und heute die Liebe vorkosten dürfen, die uns im ewigen Leben erfüllen soll.

Ihnen und Ihren Familien weiterhin eine gesegnete Fastenzeit, viel Kraft und Gottes Segen, im Namen des gesamten Teams,

Herzliche Grüße,

Ihr W. Koch