Die Beichte und Krankensalbung sind Sakramente der Heilung und Wiederherstellung.
Die Taufe entreißt uns zwar der Macht der Sünde und des Todes und versetzt uns in ein neues Leben der Kinder Gottes, aber sie befreit uns nicht von menschlicher Schwäche und der Neigung zur Sünde. Deshalb brauchen wir einen Ort, an dem wir immer wieder neu mit Gott versöhnt werden. Das ist die Beichte.
Jesus selbst begründete das Bußsakrament, als er sich am Ostertag seinen Aposteln zeigte und ihnen sagte: „Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben. Wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert." (Joh 20,22b – 23) Nur aufgrund dieses Auftrages, der von Jesus selbst kommt, sind die Priester bevollmächtigt die Sünden zu vergeben.
Zu jeder Beichte gehören die Gewissenserforschung, die Reue, der Vorsatz sich zu ändern, das Bekenntnis und die Buße, d.h. die Wiedergutmachung für ein begangenes Unrecht. (vgl. YOUCAT - Jugendkatechismus der Katholischen Kirche. S. 134 - 136)

Die Kommunionkinder beichten erstmals während der Kommunionvorbereitung und dann noch einmal kurz vor der Kommunion. Auch die Firmlinge beichten vor dem Empfang des Firmsakramentes.
Doch auch jeder andere von uns ist herzlich eingeladen, das Sakrament der Buße, die Beichte, zu empfangen. Sicher ist es nicht modern zu beichten, es ist oft schwierig und kostet anfangs vielleicht Überwindung. Aber es ist eine der größten Gnaden, dass wir in unserem Leben immer wieder neu und völlig unbelastet anfangen dürfen. Wenn Sie den Wunsch nach dem Empfang des Bußsakramentes haben, gibt es mehrere Möglichkeiten: Jeden ersten Samstag im Monat kann man das Sakrament der Buße zwischen 17.00 und 18.00 Uhr in der Kapuzinerkirche empfangen. Dem Pfarrbrief können Sie entnehmen, welcher Priester dort die Beichte hört. Oder Sie können einen Priester Ihres Vertrauens ansprechen, um bei ihm zu beichten – im Beichtstuhl oder in einem Beichtgespräch.

Termine für Beichtgelegenheiten finden sie in den jeweiligen Pfarrnachrichten unserer Gemeinden.