Meinolf war als vierjähriger westfälischer Adelssohn an den Hof Kaiser Karls –seines Patenonkels- nach Paderborn gekommen und besuchte dort unter Bischof Hathumar die Domschule. P1030652 2Nach dieser Ausbildung empfing Meinolf die Priesterweihe und wurde von Bischof Badurad im Jahr 836 zum Archidiakon des Bistums Paderborn ernannt. In dieser Funktion überführte Meinolf noch im selben Jahr die Reliquien des heiligen Liborius von Le Mans in die Domstadt. Später gründete er das Kloster Böddeken. Die Klostergründung erfolgte der Legende nach an jener Stelle, die ihm ein Hirsch mit einem strahlenden Kreuz zwischen dem Geweih gezeigt hatte. Meinolf starb am 5. Oktober 857 in Böddeken, wo er auch bestattet wurde. Seit 1803 sind seine Gebeine allerdings in der Busdorf-Kirche in Paderborn.

"Meinolf" kommt ursprünglich aus dem Althochdeutschen und bedeutet "starker Wolf". Dargestellt wird er als Diakon mit Kirchenmodell, zu seinen Füßen ein Hirsch mit Kreuz im Geweih.

In der Pfarrkirche Bökendorf ist der Hl. Meinolf in einem der zehn großen Kirchenfenster zu sehen, zusammen mit dem Hl. Badurad und dem Hl. Liborius.

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Eckdaten zum Hl. Meinolf:
Gedenktag katholisch: 5. Oktober
Geboren: um 795 in Sachsen
Gestorben: 5. Oktober 857 in Böddeken bei Paderborn

Leben, Bedeutung und Verehrung (bitte Links anklicken):
Link: Ökumenisches Heiligenlexikon