Als jüngster Sohn des fränkischen Königspaares Heinrich I. und Mathilde wurde Bruno im Jahr 925 geboren. P1030653 2 Sein ältester Bruder, König Otto I, holte ihn 939 an den Hof und übertrug ihm mit knapp 15 Jahren das Amt des Kanzlers. Bruno bildete, nachdem er selbst eine hervorragende Ausbildung bei Balderich von Utrecht erhalten hatte, die Hofgeistlichen aus. Gleichzeitig fungierte er als Leiter mehrerer Abteien wie zum Beispiel des Klosters Lorsch.

951 wurde er von Otto zum Erzkanzler, zwei Jahre später zum Erzbischof von Köln und Herzog von Lothringen ernannt. Beide Ämter versuchte Bruno nach bestem Wissen auszufüllen und war so seinem Bruder eine wichtige politische Stütze. Stets bemühte er sich in seinem Bistum um die religiöse Erneuerung, gründete Kirchen und Klöster. Er starb 965 auf der Rückreise eines Frankreich-Besuchs.

"Bruno" ist althochdeutsch und heißt "der (braune) Bär". Dargestellt wird er als Bischof mit Pallium, Kirchenmodell, Fahne und Reichsapfel.

In der Pfarrkirche Bökendorf ist der Hl. Bruno in einem der zehn großen Kirchenfenster zu sehen, zusammen mit seiner Mutter, der Hl. Mathilde, und seiner Schwägerin, der Hl. Adelheid. Direkt im Fenster vis-a-vis ist sein Bruder zu sehen, Kaiser Otto, der Große.

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Eckdaten zum Hl. Bruno:
Gedenktag katholisch: 11. Oktober
Geboren: 925 in Deutschland
Gestorben: 11. Oktober 965 in Reims (Frankreich)

Leben, Bedeutung und Verehrung (bitte Link anklicken):
Link: Ökumenisches Heiligenlexikon