Sturmius wird als „Apostel des Diemellandes“ bezeichnet. P1030647 2Er war ein Lieblingsschüler des Hl. Bonifatius und wurde von ihm im Jahr 744 beauftragt, an der Stelle des heutigen Fuldaer Doms ein Kloster zu errichten. Sturmius war auch der erste Abt dieses Klosters, welches eine große Bedeutung als Stützpunkt der Sachsenmission hatte. Sturmius war es auch, der 754 den Leichnam des ermordeten Bonifatius nach Fulda überführte und ihn im dort bestattete. Die Grabstätte des Bonifatius wurde zu einem bedeutenden Wallfahrtsort und es entwickelte sich die Stadt Fulda.

Wenn man von einer Vorbildfunktion sprechen kann, ist es die, daß Sturmius ein Mensch war, der ganz nach den Regeln Gottes gelebt hat. Er wurde lange Zeit bei der Heiligenverehrung vergessen. Erst 1139 erfolgte seine Heiligsprechung und 300 Jahre später (1439) erließ der damalige Bischof von Würzburg eine Verordnung zur Verehrung des heiligen Sturmius, die ausdrücklich auf die Feier seines Todestages am 17. Dezember hinweist.

Der Namen Sturmius bedeuetet „der Stürmische“. Sturmius wird dargestellt als Abt mit Heiligenschein und Buch, barfuß im Mönchsgewand

In der Pfarrkirche Bökendorf ist der Hl. Sturmuis in einem der zehn großen Fenster dargestellt, zusammen mit den Gründern des Klosters Corvey.

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Eckdaten zum Hl. Sturmuis von Fulda:
Gedenktag katholisch: 17. Dezember
Geboren: um 710 in Bayern
Gestorben: im Dezember 779 in Fulda

Leben, Bedeutung und Verehrung (bitte Link anklicken):
Link: Ökumenisches Heiligenlexikon