Und jetzt wird es ein wenig nostalgisch: im Jahr 1976 veranstalteten die damals ca. 15 Musiker des Musikvereins eher zufällig als geplant im Anschluss an die "Nepomuk-Prozession" das erste Konzert am Patronatsfest, indem sie rund um eine Kiste Bier noch einige Stücke spielten und damit Publikum anlockten. Das "Nepomukkonzert" wurde daraufhin über Jahre fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Bökendorf. Lange fand es auf dem Vorplatz des Feuerwehrgerätehauses an der Welle statt (passenderweise gab es ja dort seit 1981 wieder eine "Nepomuk-Statue"), später dann auf dem Kirchplatz oder auf dem Wullhof in der Nähe der Johannes-Nepomuk-Kapelle. Neben Unterhaltungsmusik wurden auch Kaffee und Kuchen sowie Getränke und Würstchen angeboten.
Lange Zeit war es das einzige Konzert, das der Musikverein veranstaltete. Parallel zur verstärkten Nachwuchsausbildung und –förderung entwickelte sich das musikalische Programm des Vereins weiter, neben traditioneller Blasmusik (Marsch, Polka, Walzer) wurden Musical-Bearbeitungen, Pop und Rocksongs sowie Originalkompositionen für Blasorchester in das Repertoire aufgenommen.
Dieses Programm verlangte nach einem anderen Rahmen – so veranstaltet der Musikverein ab 1991 jährliche Weihnachtskonzerte in der St.-Johannes-Nepomuk-Kirche und seit 1996 im Rhythmus von ein oder zwei Jahren Frühjahrskonzerte in der Sport- und Freizeithalle.
Drei Konzerte im Jahr wurden für die Musiker verständlicherweise zu viel, außerdem nahm die Beteiligung an den "Nepomukkonzerten" immer mehr ab. Der große Aufwand für dieses Konzert mit Zeltaufbau und Bewirtung lohnte sich insbesondere bei schlechtem Wetter nicht. Schweren Herzens entschloss sich der Musikverein daher im Jahr 2001, die über 24 Jahre bestehende Tradition aufzugeben und das "Nepomukkonzert" nicht mehr durchzuführen.

1970-er Mitte

Nepomuk-Konzert an der Welle (Mitte der 1970-Jahre)

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Nepomuk-Konzert am Wullhof (Mai 1996)

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 Nepomuk-Konzert bei Regen (Mai 1996)