Nun kam gleich der nächste Schlag für die Jünger:

Jesus erklärte ihnen, dass er bald nicht mehr bei ihnen sein werde.

Da dachte ich: Hoppla! Das hört sich ja an, als ob Jesus wusste, was passieren würde. Aber vielleicht konnte er es sich ja nach der Geschichte im Tempel denken.

Aufgeregt beugte ich mich aus meinem Versteck vor. Was mochte jetzt geschehen?

Nun, was Jesus sagte, dazu komme ich gleich. Erst möchte ich euch berichten, was seine Freunde dazu meinten, dass Jesus bald nicht mehr da sein würde.

Erst einmal wollten sie wissen, wohin er gehen würde. Und – sie wollten mitkommen. Doch Jesus sagte ihnen, dass das nicht möglich sei.

„Warum?“, höre ich euch fragen und frage zurück: Könnt ihr euch das nicht denken? Was meint ihr, wohin die Jünger Jesus nicht folgen konnten? Bisher waren sie doch immer mit ihm gezogen!

Aber lasst euch keine grauen Haare wachsen, wenn ihr nicht darauf kommt. Schließlich hatten die Jünger ebenfalls keine Ahnung. Das merkte ich an Petrus, denn er erklärte, dass er Jesus überall hin folgen würde. Jesus sah ihn nur an – mit einem Blick – also, der ging sogar mir durch und durch! Dann meinte er, dass Petrus ihn noch in dieser Nacht verleugnen werde.

Wisst ihr, was das ist: verleugnen? Es bedeutet, dass jemand so tut, als würde er den anderen nicht kennen. Dass er so etwas machen würde, das wollte Petrus natürlich nicht glauben. Schließlich liebte er Jesus! Er war sein Freund und sie hatten so viel miteinander erlebt!

Währenddessen saß ich in meinem Versteck. Ich konnte Petrus verstehen und fühlte mit ihm. Gleichzeitig musste ich daran denken, dass er seinen Freund wirklich verleugnen würde. Bereits jetzt tat er mir Leid, denn ich wusste genau, wie er sich fühlen würde. Warum? Nun, mir ist es auch schon einmal so gegangen wie Petrus. Ich habe auch schon einmal so getan, als würde ich jemanden nicht kennen. Das glaubt ihr nicht? Nun, zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es stimmt. Sicherlich wollt ihr jetzt wissen, wann das war und wo und wie und … überhaupt alles. Aber seid mir nicht böse. Das möchte ich lieber nicht verraten. Dafür habe ich aber eine Bitte: Überlegt doch einmal, ob es euch nicht auch schon einmal so gegangen ist. Wie?! Ihr meint nein?! Ihr Glücklichen!