Na, gerade bin ich aber sehr von meinem Bericht abgekommen.

Deshalb kann ich nur sagen: Zurück zu dem, was in Jerusalem geschah!

Ich habe euch ja versprochen, was Jesus nach seiner Ankündigung sagte.

Er gab den Jüngern ein neues Gebot, eine neue Regel: Sie sollten einander so lieben wie er sie geliebt hatte.

O je!, dachte ich: Das ist ganz schön schwer! Schließlich kann man nicht jeden gern haben! – Da seid ihr doch hoffentlich einer Meinung mit mir oder? Schließlich gibt es immer wieder Menschen, die wir mögen und andere, die wir nicht leiden können – und die auch uns nicht leiden können. Also: Wie soll man es schaffen, dem Gebot zu folgen? Verlangte Jesus damit nicht etwas Unmögliches von seinen Jüngern?

Stopp! Wenn wir an Jesus glauben, dann sind auch wir seine Jünger und das heißt, dass sein Gebot auch für uns gilt. Und: Schaffen wir es? Befolgen wir sein Gebot? Ich glaube, als ich darüber nachdachte, wurde ich ganz schön rot. Ich überlegte auch, dass Jesus sicher nichts Unmögliches von uns verlangt. Bestimmt will er nur, dass wir uns Mühe geben – aber so richtig! Wenn wir uns anstrengen und wirklich versuchen, uns nach seinem Gebot zu richten, reicht das doch sicher oder? Was meint ihr? In diesem Moment kam mir ein Geistesblitz: Das neue Gebot war ja gar nicht so ganz neu! Es war genau das, was Jesus am Anfang mit der Fußwaschung auch schon gesagt hatte. Ob die Jünger das auch merkten? Ich jedenfalls freute mich, dass ich es erkannt hatte und war so richtig stolz auf mich.

Dann war das Mahl beendet und Jesus ging mit seinen Jüngern weg. Vorsichtig schlich ich mich hinterher. Dabei schwirrte mir immer noch der Kopf und ich kann euch sagen, dass ich noch lange darüber nachdenken werde, was alles während des Mahles geschehen war. Sicher ging es den Jüngern nicht anders.