21.11.2020

Liebe Schwestern und Brüder,

am Ende dieses besorgniserregenden Kirchenjahres, in dem ja leider durch die schreckliche Corona-Krise viele traditionsreiche Veranstaltungen und Gottesdienste nicht stattfinden konnten, danke ich Ihnen im Namen des gesamten Teams für Ihren Einsatz – trotz der Einschränkungen – ganz herzlich.

Was ist das für eine schreckliche Zeit, in der wir uns befinden! Auch im Advent und zum Weihnachtsfest werden wir nicht mit Besserungen rechnen können. Ich finde es ganz großartig, wie Sie, liebe Schwestern und Brüder, in den Gemeinden trotz der Krise adventliche Zusammenkünfte und Gottesdienste am hohen Weihnachtsfest teilweise in ganz anderen Räumen vorbereiten. In Brakel werden wir auf dem Kirchplatz ein riesiges Zelt aufbauen lassen, damit wenigstens die Kleinkindergottesdienste, die Familiengottesdienste und die Christmetten in größerer Gemeinschaft stattfinden können. In einigen Gemeinden finden die Gottesdienste in großen Scheunen des Dorfes und in den Gemeindehallen statt. Und wenn es die Temperaturen zulassen, auf den Kirchplätzen vor dem Tannenbaum. Natürlich unter strenger Einhaltung der vorgegebenen Maßnahmen. Hier muss ich nochmals allen extra DANKE sagen, die dieses Weihnachtsfest mit ihrem Einsatz vorbereitet haben.

Unsere Kommunionkinder müssen wieder eine ganz andere Form der Vorbereitung im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Wir wollen sie ganz besonders mit unseren Gebeten begleiten. Ich bitte Sie aber auch ganz herzlich für alle Pflegerinnen und Pfleger in den Einrichtungen hier bei uns, aber auch in allen anderen Einrichtungen zu beten. Was diese Schwestern und Brüder in diesen Wochen und Monaten geleistet haben und noch leisten müssen, ist einfach mit Worten nicht zu beschreiben. Ihnen gilt auch der besondere Dank des Teams.

Trotz dieser Krise will uns die Adventszeit einladen, die Ankunft des Herrn wachsam zu erwarten. Auch in dieser Zeit bedeutet warten, dass wir uns immer wieder bemühen, dass wir immer wieder tätig werden, dass wir immer wieder schauen, wo wir ganz konkret für Gerechtigkeit und Barmherzigkeit arbeiten können.

Liebe Schwestern und Brüder, haben wir den Mut auch gegen oberfläch-liche Äußerungen einiger Mitmenschen, die gegen die Vorsichtsmaßnahmen sind, den Mund aufzumachen.

Bemühen wir uns am Arbeitsplatz, in der Familie, in unseren Kirchengemeinden zu zeigen, wie wichtig uns trotz der Krise das Weihnachtsfest ist. Es kann für uns bedeuten, dass wir aufstehen und Ungerechtigkeit nicht stillschweigend hinnehmen, denn der Stern der Heiligen Nacht leuchtet jeden Tag für uns, gerade auch in den dunklen Stunden unseres Lebens.

Ich lade Sie ganz herzlich auch zum persönlichen Gebet ein:

Der Herr sei vor uns,

um uns den rechten Weg zu zeigen.

Der Herr sei neben uns,

um uns in die Arme zu schließen und uns zu schützen.

Der Herr sei hinter uns,

um uns zu bewahren vor dem Bösen.

Der Herr sei unter uns,

um uns aufzufangen, wenn wir fallen, und uns aus

der Schlinge zu ziehen.

Der Herr sei in uns,

um uns zu trösten, wenn wir traurig sind.

Der Herr sei um uns herum,

um uns zu verteidigen, wenn wir bedrängt werden.

Der Herr sei über uns,

um uns zu segnen.

So segne uns der gütige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

      Amen.

Ihnen und Ihren Familien im Namen des gesamten Teams eine gesegnete Adventszeit,

 

Ihr  W. Koch