Hallo,

ich bin´s wieder – Gloria, die Kirchenmaus.

Heute erzähle ich euch vom Segen und der Entlassung.

Nach dem Schlussgebet geht der Priester zum Altar und segnet von dort alle Menschen, die sich in der Kirche befinden. Segen, das ist auch schon etwas ganz Altes. Gesegnet wurden viele Menschen in der Bibel, gesegnet werden viele Menschen auch heute noch. Vielleicht ja auch ihr? Vielleicht machen eure Mütter euch ja morgens ein kleines Kreuzzeichen auf die Stirn und segnen euch. Segnen bedeutet immer, jemandem etwas Gutes zuzusprechen. Es bedeutet, dass Gott mit euch geht und euch behütet. Genauso ist es am Ende der Messe. Der Priester segnet alle und die Menschen gehen dann mit Gottes Segen, mit seinem Beistand, seiner Hilfe in den Alltag zurück.

Dann sagt der Priester – oder der Diakon – „Gehet hin in Frieden“. Original im Lateinischen heißt das „Ite, missa est“ und das bedeutet in deutscher Sprache so viel wie: „Gehet hin, es ist Sendung“. Die Menschen sollen also nicht einfach „in Frieden“ gehen, sondern haben den Auftrag erhalten, allen Menschen von Gott zu erzählen und selbst Segen für andere zu sein. Sie sollen anderen also Gutes tun, ihnen helfen. Sie sollen so leben wie Jesus es gesagt hat. Auch das steht schon in der Bibel. Da sagt Jesus zu seinen Jüngern: „ Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ (Mt 16,15)

Die Menschen in der Kirche wissen das und antworten auf diesen Gruß mit „Dank sei Gott, dem Herrn!“ Damit bedanken sie sich nicht nur dafür, dass sie in Frieden gehen dürfen, sondern auch dafür, dass Gott ihnen bei seinem Auftrag zur Seite stehen wird, ihnen helfen wird.

Damit endet die Messe. Es wird noch ein letztes Lied gesungen, der Priester küsst wie zum Beginn des Gottesdienstes den Altar und zieht dann nach einer Kniebeuge gemeinsam mit den Messdienern, den Diakonen, den Lektoren und den Kommunionhelfern aus der Kirche aus. Dann gehen auch alle anderen.

Tja, jetzt könnte ich auch Schluss machen mit dem Vorstellen der Messe. Aber es gibt bei einigen Messen noch Besonderheiten, von denen ich euch ebenfalls berichten möchte. Also sage ich nur:

Tschüs bis morgen!
Eure Kirchenmaus Gloria