Heute dreht sich alles um St. Martin. Wir haben für euch Hinweise auf verschiedene Aktionen aufgeschrieben, aber auch eine Martinsgeschichte, in der der Martinsmantel selbst von seiner Teilung erzählt. Schließlich findet ihr im Anhang Schablonen, die ihr ausdrucken, ausmalen und ausschneiden könnt. Wenn ihr dann einen Schuhkarton als „Bühne“ ausmalt, einen Schlitz oben hineinschneidet und die Figuren an einem Schaschlikspieß befestigt, könnt ihr die Geschichte selbst nachspielen. Viel Spaß dabei!

Hier ist der Anhang!

Aktionen:

Martinsfenster an vielen Orten

Bastelt eine Laterne und stellt diese zusammen mit einem LED-Licht in ein Fenster eurer Wohnung. Macht dieses Licht jeden Abend vom 08. bis 15. November um 18 Uhr an. So erstrahlt das Martinslicht an vielen Orten.

Martin to go

Ab Samstag, den 07.11.2020 liegen im Turm der Pfarrkirche St. Michael in Brakel Briefumschläge mit folgenden Dingen für euch bereit: die Martinslegende, eine Stickkarte, eine Teelichtbanderole zum Anmalen, ein Backrezept und eine Lichtertüte mit Bild zum Ausmalen.

Martinsrallye

Wisst ihr Bescheid über den Heiligen Martin und sein Leben? Dann könnt ihr bestimmt auf dieser Rallye alle Fragen gemeinsam gut beantworten! Vom 08.11. bis zum 15.11.2020 gibt es im Kurpark in Brakel eine kleine Martinsrallye. An verschiedenen Stellen hängen die 7 Quizfragen, die es zu lösen gilt. Dazu gibt es einen Hinweis auf die nächste Station des Weges. Startpunkt ist der Beginn des Weges vom Parkplatz am Kaiserbrunnen zur Waldschänke. Besonders viel Spaß macht die Rallye, wenn es schon etwas dunkel ist. Dann könnt ihr Eure Laternen mitnehmen, damit sie Euch den Weg ausleuchten.

Eure Lösungen könnt ihr aufschreiben und bis zum 28.11.2020 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Der Martinsmantel erzählt

Wie Martin teilte

Wahrscheinlich habt ihr noch nie erlebt, dass ein rotes Tuch spricht. Aber ich habe so was Tolles erlebt – das muss ich euch einfach erzählen. Für euch sehe ich nur aus wie ein normales Stück Stoff. Aber eigentlich bin ich ein Soldatenmantel – ich muss wohl eher sagen: war. Denn das ist schon ganz lange her. Früher, vor 1.700 Jahren, trugen die Soldaten einen Umhang, der sie wärmte. Damals gab es noch nicht so Mäntel und Jacken, wie ihr sie heute habt.

Ich gehörte Martin, einem Offizier in der Armee des römischen Kaisers. Amiens heißt die Stadt, in der wir waren. Das liegt in Frankreich. Kalt war es an diesem Abend, sehr kalt. Martin wickelte mich ganz fest um sich und freute sich schon darauf, bald am warmen Kamin zu sitzen. Wir ritten an der Stadtmauer entlang und kamen gerade zum Stadttor. Nur noch schnell heim ...

Mit einem Schwert entzweigeschnitten

Plötzlich hielt Martin an. Was war los?

Ich schaute mich um und da sah ich es: Vor uns

saß ein Bettler in zerlumpten Kleidern am Boden.

Seine Hände und Füße waren fast starr vor Kälte.

Trotzdem streckte er uns die Hand entgegen: „Helft mir doch! Mich friert es so! Teilt mit mir! Hunger hab’ ich auch!“ „Der arme Mann. Es ist doch so kalt!“, dachte ich noch und spürte schon einen Stich. Martin hatte mich abgenommen und schnitt mich mit seinem Schwert in zwei Stücke! Eines davon legte er dem Bettler um: „Hier, mehr habe ich nicht dabei. Ich kann nur meinen Mantel mit dir teilen. Hoffentlich schenkt er dir ein bisschen Wärme!“

Der Traum

Am nächsten Morgen hörte ich Martin beim Aufstehen murmeln: „Komisch, was ich heute geträumt habe. Ich habe Jesus gesehen. Er hatte meinen halben roten Mantel an. Und er sagte: ‚Danke, Martin, dass du deinen Mantel mit mir geteilt hast! Was du einem anderen Gutes tust, das tust du mir.‘“ Martin saß auf seinem Bett und schüttelte den Kopf: „Toller Traum! Ich will noch mehr von Jesus erfahren und mich taufen lassen. Ja, ich möchte Christ werden. Heute gehe ich gleich zu Bischof Hilarius.“

Ab da änderte sich unser Leben gewaltig, denn Martin wollte auch kein Soldat mehr sein. Später wurde er sogar Bischof. Aber das bekam ich lange gar nicht so recht mit, denn ich war immer noch so baff: Was für eine tolle Idee Martin da hatte bei dem Bettler. Ab jetzt konnte ich zwei Menschen wärmen. Teilen ist doch eine tolle Sache!

Martina Kraus, Quelle: Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, www.sternsinger.de, In: Pfarrbriefservice.de