Heute zu Beginn der Fastenzeit haben wir einige Ideen für die ganze Familie gesucht, die vielleicht dabei helfen, die Fastenzeit zu begehen. Natürlich könnt ihr auch mehrere Ideen kombinieren:

1. Bastelt ein großes Fastenkreuz, auf das 46 Kreise passen – 6 für die Sonntage, 40 für die Alltage. Jeden Tag können nun die Kinder einen Kreis ausmalen und auf das Kreuz kleben. So kann jeder sehen, wie Ostern immer näher kommt – ähnlich wie beim Adventskalender. Natürlich kann das Ausmalen jeden Tag auch durch das Anzünden einer Kerze und das Vorlesen einer Geschichte ausgestaltet werden.

2. Ihr könntet euch einen Osterleuchter mit sieben Kerzen besorgen oder selbst basteln: sechs violette für die Fastensonntage und eine weiße für Ostern. An jedem Sonntag zündet ihr dann eine weitere Kerze an – wie ihr es auch Weihnachten am Adventskranz macht. Auch so wisst ihr, wie lange es noch bis Ostern dauert.

3. Ihr könntet eine Schachtel basteln (oder eine fertige Schachtel schön gestalten). Anschließend setzt euch als ganze Familie zusammen und schreibt 40 Ideen für Verzichte und Aufgaben auf z. B. Plastikverzicht, Verzicht auf Fernsehen, auf Handys, Computerspiele, Fahrräder putzen, Einfahrt fegen, gemeinsam aus einem Buch vorlesen, Äste und Stöcke sammeln fürs Osterfeuer, gemeinsam kochen, gemeinsam aufräumen, ... Dabei geht es nicht um den Verzicht, sondern darum gemeinsam Dinge zu erledigen, die man sonst gerne anderen überlässt. Anschließend könnt ihr an jedem Fastentag (außer an den Sonntagen) einen Zettel ziehen und die Aufgabe erledigen.

4. Bastelt einen Fastenwürfel. Ihr findet die Vorlage im Anhang. Jeden Tag in der Fastenzeit darf ein Familienmitglied würfeln und wählt so für die ganze Familie eine Tagesaufgabe aus. Das leere Feld des Würfels ist für eigene Ideen freigeblieben, kann aber auch als Joker benutzt werden. Die anderen Felder haben alle etwas mit den fünf Sinnen zu tun:
Auge
- genau die Natur beobachten
- weniger Handy, PC, Spielkonsole, Fernseher
Ohr
- genau hinhören: auf das, was andere erzählen und auch auf die Geräusche der Umgebung
- weniger selber reden und stattdessen andere reden lassen
Hand
- darauf achten wie sich alles anfühlt
- weniger Dinge gleichzeitig tun – z. B. nicht gleichzeitig essen und fernsehen ...
Fuß
- für all Wege das Fahrrad nutzen oder zu Fuß gehen, die Treppe statt des Aufzugs oder der Rolltreppe nehmen, spazieren gehen
- auf Auto, Bus und Zug verzichten
Geist
- ein besonderes Gebet auswählen und gemeinsam mit der Familie beten, andere loben und Komplimente verteilen
- sich auf Wichtiges zu konzentrieren und alles andere weglassen
Natürlich könnt ihr euch auch andere Aufgaben für die Sinne überlegen – solche, die zu eurer Familie passen.

5. Zu Beginn der Fastenzeit werden Zweige (z. B. Forsythien oder Kirsche) abgeschnitten und an einem gut sichtbaren, nicht zu warmen Ort ins Wasser gestellt. Bis Ostern werden die Zweige beginnen zu blühen. Das Blühen der Zweige erinnert daran, dass in der 40-tägigen Fastenzeit etwas im Leben wachsen soll: zum Beispiel der Glaube an Gott. Im Laufe der Zeit könnt ihr dann die Zweige mit Eiern, gebastelten Küken, Hasen etc. schmücken.
(Ideen nach www.katholisch.de)