In der Lesung am heutigen Sonntag hören wir aus dem Buch Jeremia im Alten Testament.

Jeremia lebte vor vielen tausend Jahren, noch vor der Geburt von Jesus. Jeremia war ein Prophet. Ein Prophet erzählt den Menschen von Gott und von dem, was Gott will.

Jeremia sagte: (Jer31, 31-34)

„So spricht Gott: Es kommt die Zeit, in der ich mit dem Volk Israel und dem Volk von Juda einen neuen Bund schließe. Den ersten Bund schloss ich mit ihnen als ich sie aus Ägypten befreite. Diesen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr war! Der neue Bund ist anders. Ich schreibe mein Gesetz in das Herz der Menschen. Sie sollen immer daran denken und danach handeln. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Alle – vom Kleinsten bis zum Größten – werden erkennen, wer ich bin. Ich vergebe den Menschen ihre Schuld und denke nicht mehr an ihre Sünden. Mein Wort gilt!“

Gott sagte den Menschen durch den Propheten Jeremia, dass er mit ihnen einen neuen Bund schließen möchte. Ein Bund ist eine Verbindung, ein Versprechen, eine Art Vertrag.

Jeremia sagte auch, dass der alte Bund gebrochen war. Damit meinte er, dass die Freundschaft der Menschen mit Gott immer wieder zerbrochen war. Die Menschen wollten nichts mehr von Gott wissen, haben sich von ihm getrennt. Auch wenn Gott nie seinen Bund mit den Menschen gelöst hatte, hatten die Menschen die Freundschaft mit ihm kaputt gemacht. Trotzdem wollte er seine Freundschaft mit ihnen erneuern. Er wollte sich wieder mit den Menschen versöhnen. Gott sagte: „Ich verzeihe euch. Ich schließe mit euch eine neue, viel engere Freundschaft – einen neuen Bund. Diese Freundschaft schließe ich mit jeder und jedem Einzelnen von euch.“

All das versprach Gott damals den Menschen und ließ den Propheten Jeremia seine Nachricht überbringen. Diese Worte sind auch heute noch für uns wichtig, obwohl die Botschaft schon so alt ist.

Auch in unserem Leben zerbricht manchmal etwas. Dinge, die uns wichtig sind, gehen kaputt. Das kann meine Lieblingstasse sein, die in tausend Scherben zerfällt. Oder auch eine Freundschaft, weil wir uns gestritten haben. Doch Gottes Freundschaft besteht auch zu uns und sein Bund gilt weiterhin für uns. Alles, was in der Vergangenheit passiert ist, hat Gott verziehen.

Wenn etwas zerbricht, gibt es schon einmal Scherben. Wie wäre es, wenn ihr aus „Scherben“ noch etwas Schönes macht? Vielleicht „Scherbeneier“ für einen Osterstrauch?

Das benötigt ihr:

ausgeblasene weiße Ostereier 

Wasserfarben

Pinsel

Zeitungspapier zum Unterlegen

bunte zerbrochene Ostereierschalen

Klebestift

Faden

halber Zahnstocher oder Streichholz

Das müsst ihr tun:

Blast ein oder mehrere Eier aus.

Malt das Ei mit einer einzigen Farbe an. Die Farbe kann ganz dünn aufgetragen sein. Lasst das Ei auf der Zeitung oder in einem Eierbecher trocknen.

Bestreicht das Ei nach und nach mit Kleber und beklebt es mit bunten Eierschalenscherben. Lasst das Loch oben frei.

Bindet den Faden um das Stöckchen und führt beides in das Loch an der Spitze des Eis ein. Jetzt könnt ihr das Mosaik-Ei aufhängen!