15.06.2026
Brakel

Escape Room “Fixing The Boat Finding Identity” in Brakel

Fast 40 Gruppen machen das Boot wieder seetüchtig.

Vom 25. April bis 27. Mai verwandelte sich die Kirche St. Michael in Brakel in einen besonderen Lern- und Erlebnisraum: An Bord einer detailreich gestalteten Bootskajüte lösten mehr als 150 Teilnehmende gemeinsam Rätsel. Dabei setzten sie sich auf spielerische Weise mit unterschiedlichen Facetten jüdischen Lebens auseinander. Das Spiel war ein Angebot für Gruppen bis zu sechs Personen ab sechzehn Jahren.

Das Interesse an dem kostenlosen Angebot übertraf die Erwartungen des Organisationsteams deutlich:

Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz und hatten sogar noch zahlreiche weitere Anfragen, berichtet Julia Hansmeyer von ada.kreis-höxter (Beratungsstelle für Antidiskriminierungsarbeit der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.). Ihr Kollege Dirk Damm ergänzt: “Ohne die vertrauensvolle und zuverlässige Zusammenarbeit im Team wäre ein Projekt dieser Größenordnung nicht möglich gewesen

Insgesamt 15 Personen aus der Diakonie Paderborn-Höxter e.V., dem Pastoralen Raum Brakeler Land, dem Verein muvi e.V. sowie weitere ehrenamtlich Engagierte hatten sich von Rina Rosenberg, Projektverantwortliche bei SABRA (Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit Beratung bei Rassismus und Antisemitismus in Düsseldorf), als Spielleitungen schulen lassen. Zu ihren Aufgaben gehörten u.a. die technische Steuerung des Escape Rooms mit Sound- und Lichteffekten sowie die inhaltliche Reflexion im Anschluss an das Spiel.

An Bord gingen u.a. Betriebsgruppen (mit und ohne ihre Führungskraft), Freundesgruppen, Familien, Mitglieder kirchlicher Gremien, Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie Jugendliche des Jugendtreffs in Brakel. Die Vielfalt der Teilnehmenden verdeutlicht, wie niederschwellig und altersübergreifend das Angebot funktioniert.

Ein Hauptgrund für den Erfolg des Projektes liegt darin, dass der Escape Room sich anspruchsvollen Themen nicht belehrend, sondern über das gemeinsame Erleben nähert. Die Teilnehmenden in Brakel erlebten Spielspaß und Spannung und setzten sich gleichzeitig mit Fragen nach Identität und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinander. So wurde aus dem Spielerlebnis ein Impuls, der weit über den Escape Room hinauswirken wird.

Ein besonderer Dank gilt Monsignore Kurte und seinem Team, der spontan die Pfarrkirche als Veranstaltungsort zur Verfügung stellte. Die Steuerungsteams haben ihre Einsätze in ihr Berufs- und Alltagsleben eingefügt und damit das Gelingen des Projektes erst möglich gemacht.

Text: Julia Hansmeyer und Corinna Murawski

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