27.02.2024
Brakel

Stolpersteine und Ausstellungen

Die ersten Stolpersteine wurden in Brakel verlegt und dazu gibt es zwei bemerkenswerte Ausstellungen der Gesamschule und der Brede. Diese befinden sich in der Lernwerkstatt (Am Markt 10) und im katholischen Pfarrzentrum (Klosterstr. 9).

Stolpersteine

Am 27.02.2024 war es soweit: In Brakel wurden unter großer Teilnahme der Bürger*innen die ersten Stolpersteine verlegt. Das Rahmenprogramm dazu gestalteten Schüler*innen der Gesamtschule, die u. a. die Namen der ehemaligen jüdischen Mitbürger*innen vorlasen und dazu weiße Rosen niederlegten.

Hier engagierten sich die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 unter der Leitung von Frau Daldrup sowie der Leistungskurs Deutsch des Jahrgangs 13 mit Frau Redecker.

Ausstellung der Gesamtschule in der Lernwerkstatt

Anschließend luden sie zu einer interaktiven Ausstellung in die Räume der Lernwerkstatt ein, die für dieses Projekt in eine „Erinnerungswerkstatt“ verwandelt wurde.

Schülerinnen und Schüler des Jahrgang 12 und 13 der Pädagogik- und Kunstkurse unter der Leitung der Lehrerinnen Frau Queren und Frau Lücking haben sich darin mit dem jüdischen Leben in Brakel auseinandergesetzt.

Diese Ausstellung ist noch am Donnerstagnachmittag und am Freitagvormittag zu besichtigen. (Uli Jochmaring)

Gegen das Vergessen

„Auch wenn viele Bewohner/innen Brakels längst vergessen haben, oder Menschen neu, unwissend nach Brakel gezogen sind, sollte jedem bewusst sein, was einmal war.
Die Erinnerung an den Bedeutungen ursprünglicher Leben und Orte sollten nicht in Vergessenheit geraten und wenn man diese Orte passiert, sollte man sich an die Menschen und Leben, die hier stattgefunden haben, erinnern.“
Miray, Isabel, Leonia, Alexandra, Maya

Ausstellung der Brede im katholischen Pfarrzentrum

Isabell Hindahl (Q1), die Kunstlehrerinnen Karin Ahle und Alexa Lücking sowie Liv Berry (Q1) mit einigen der ausgestellten Werke. Das Werk in der Mitte haben Sina Kaiser, Liv Rogge und Isabel Wienkemeier (alle nicht auf dem Foto) gestaltet.

Anlässlich der Erstverlegung von „Stolpersteinen“ in Brakel, mit denen der Heimat- und Museumsverein Brakel e.V. die Erinnerung an die heimischen Opfer des Nationalsozialismus wachhalten möchte, haben verschiedene Kunstkurse der Brede mit ihren Lehrerinnen Karin Ahle, Alexa Lücking und Maja Köllinger eine sehenswerte Ausstellung initiiert, die das Projekt „Stolpersteine“ künstlerisch begleitet. Am vergangenen Montagabend ist diese Ausstellung nun im Rahmen eines beeindruckenden und sehr würdevollen Programms eröffnet worden. Die Ausstellung selbst ist noch bis zum 08. März 2024 dienstags, mittwochs und donnerstags von 15.00 bis 17.00 Uhr im Pfarrzentrum Klosterstraße 9 (neben der Kapuzinerkirche) geöffnet.

„Das ist ein besonderer Tag für Brakel, aber auch für unsere Schule, die Brede“, betonte Schulleiter Dr. Matthias Koch im Anschluss an die Ausstellungseröffnung, zu der sich 120 Besucherinnen und Besucher eingefunden hatten. Während sich die Gesamtschule Brakel an der nachmittäglichen Erstverlegung der Stolpersteine beteiligt hatte, oblag es der Brede, die Eröffnung der begleitenden Ausstellung vorzubereiten. In diesem Rahmen trugen Schülerinnen und Schüler der Deutsch- und Geschichtskurse von Anna-Lena Reckendrees, Florian Günther und Tobias Gockeln eindringliche und berührende Gedichte, Romanauszüge, Quellen und Briefe vor. Die Q2-Schüler Emilio Lehmann und Lukas Singer begleiteten auch an diesem Abend das Projekt mit der Kamera: In der nächsten Zeit wird daraus ein Film entstehen, der den gesamten Prozess der Stolpersteinverlegung in Brakel dokumentiert. (Kai Hasenbein)